Die meisten kennen wohl diese Situation: Man hat eigentlich genug gegessen und fühlt sich satt. Den Schokokuchen, der als Dessert angeboten wird, aber ablehnen? Unmöglich! Doch woher kommt dieser unhaltbare Drang nach Süssem? Wie kann man ihn reduzieren?

Die Vorliebe für Süssigkeiten liegt in unseren Genen. Unsere Vorfahren erkannten, dass süsse Lebensmittel viel Energie liefern und diese hatte sie dringend nötig. So wurden wir quasi darauf programmiert nach Süssem zu suchen.

Forscher an der Universität Heidelberg konnten herausfinden, dass im Gehirn, nach dem Essen von Süssigkeiten, das Belohnungssystem aktiviert wird. Demnach reagiert unser Gehirn auf Süssigkeiten wie auf Suchtmittel und schüttet nach dem Konsum das Glückshormon Dopamin aus.

Das ist natürlich problematisch. Süsse Nahrungsmittel können, wenn man es übertreibt, Diabetes, Herzkrankheiten und Übergewicht hervorrufen.

Ganz hoffnungslose Fälle sind wir Menschen im Bezug auf Süsses aber zum Glück nicht. Mit den richtigen Strategien können wir unsere Lust darauf reduzieren. Die besten Strategien stellen wir nun im Blog vor.

Lust auf Süsses

Probiotische Lebensmittel

Im Darm kann es Pilze geben, die sich von Zucker ernähren. Sie rufen besondere Gelüste auf Zucker hervor. Prinzipiell sind solche Pilze kein Problem, wenn sie von einer gesunden Darmflora in Schach gehalten werden. Nehmen sie bei einer übertriebenen Zuckerzufuhr allerdings überhand, bringen sie die Darmflora aus dem Gleichgewicht. Das kann zu Bauchschmerzen, Hautproblemen und einer Gewichtszunahme führen.

Neben Zuckerverzicht, können probiotische Nahrungsmittel Abhilfe schaffen. Sie unterstützen nämlich die gesunde Darmflora. Diese hilft den Pilz zu bekämpfen. Tolle Probiotika sind Joghurt, Sauerkraut, Essig, Käse, Kefir oder Miso.

Sobald der Pilzbefall im Darm zurückgeht, reduziert sich auch die Lust nach Süssem!

Langeweile vermeiden

Häufig wird Süsses gegessen, weil es gerade sonst nichts zu tun gibt. Auch unbewusste Rituale in der Freizeit spielen dabei eine wichtige Rolle. Zum Beispiel kann es sein, dass aus purer Gewohnheit beim Fernsehen genascht wird.

Hier hilft es zunächst die Freizeit mit spassigen Aktivitäten zu füllen. Wenn man seinem liebsten Hobby nachgeht, denkt man gewiss nicht an Süssigkeiten. Besonders Sport hilft! Dabei werden nämlich Glückshormone ausgeschüttet und so umgeht man den Wunsch nach Zucker.

Zudem sollte man Freizeitrituale genau überdenken. Hierbei kann ein Süssigkeitentagebuch helfen, um Gewohnheiten zunächst aufzudecken. Ist das Bewusstsein für sie geschaffen, kann man auch bessere Strategien entwickeln, um ungebremstes Naschen einzudämmen.

Yoga für die Freizeit

Keine Chance den Heisshungerattacken

Heisshunger entsteht meist durch Schwankungen im Blutzuckerspiegel. Süsse Lebensmittel sorgen dafür, dass der Blutzucker schnell ansteigt und auch genauso schnell wieder absinkt. Dadurch stellt sich ein starkes Hungergefühl ein, obwohl dem Körper eigentlich schon genügend Kalorien zugeführt wurden. Man möchte noch mehr Süsses essen.

Dieser teuflische Kreislauf lässt sich aber durchbrechen, indem man Nahrungsmittel mit einem niedrigen glykämischen Index bevorzugt. So zum Beispiel Vollkornprodukte, Gemüse oder Obst.

Eine gute Wahl zum Frühstück wäre etwa ein Vollkornmüsli mit frooggies Beerenpulver. Das schmeckt auch ohne unnötigem Zucker und macht den Körper lange satt.

Proteine nicht vergessen

Viele Menschen, die sich gesund und nachhaltig ernähren möchten, vergessen einen entscheidenden Nährstoff im Ernährungsplan: das Protein.

Proteine sind aber wichtig, damit die Aufnahme von Kohlenhydraten im Körper verlangsamt wird und Zuckergelüsten vorgebeugt werden kann.

Proteine verstoffwechseln sich auch langsamer als Zucker, weshalb man durch sie länger satt ist und der Stoffwechsel länger auf Hochtouren läuft.

Proteine findet man nicht nur in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft, sondern auch in pflanzlichen. So sind zum Beispiel Linsen oder Bohnen ausgezeichnete Proteinlieferanten. Auch Protein Shakes können gegen Lust auf Zucker helfen. Sie sind besonders schnell zur Hand und können immer dann genossen werden, wenn man eigentlich gerade Naschen möchte.

Spass am Essen